Samstag, 16. Mai 2015

Entdeckungen rund um das Japanische Palais

Direkt am Südende der Königstraße auf der Neustädter Elbseite befindet sich das Japanische Palais.
August der Starke erwarb das damals errichtete Holländische Palais als Festschauplatz für die Hochzeit des Kurprinzen mit der Kaisertochter Maria Josepha (1719) und ließ es später von Pöppelmann zu einer vierflüglichen Anlage erweitern. Das einstige Holländische Palais wurde als elbseitiger Flügel belassen und durch den formenreichen Barockflügel ergänzt.

Die japanische Kunst und Architektur kam zu dieser Zeit groß in Mode und wurden in der Form der geschwungenen Kupferdächer übernommen. Auch im Inneren prägen verschidene China-Figuren die Gestaltung. Das Gebäude wurde zur Unterbringung der sächsischen und asiatischen Porzellane geschaffen. Die repräsentativen Räune hatten schon damals einen musealen Charakter, der bis heute erhalten blieb. Verschiedene Ausstellungen wurden über die Zeit hier beherbergt.
Das Gebäude wurde im 2. Weltkrieg sehr beschädigt und brannte vollständig aus. Es wurde seit den 50iger Jahren bis 1986 rekonstruiert und beherbergte bis 2009 das Völkerkundemuseum und das Landesmuseum für Vorgeschichte.
Heute befindet sich hier im Gebäude Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden sowie  das Museum für Völkerkunde.


Das  Japanische Palais war früher von einem französischen Garten umgeben, von dem noch Bruchstücke erhalten geblieben sind.
Die Wiesenflächen hinter dem Palais und der englische Garten im Westen bieten heute noch eine erholsame Anziehung und schöne Spaziergänge zu allen Jahreszeiten.

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