Dienstag, 6. September 2016

Auftakt der Weinlese mit 72 Grad Oechsle

Die Sächsische Winzergenossenschaft Meissen eG hat heute die Weinlese mit der Sorte „Müller-Thurgau“ offiziell begonnen. Nach altem Brauch begann die Lese mit dem „Aufschießen der Ernte“ und dem „Freudendonner“. Gemeinsam mit Bischof Benno, alias Dietmar Franke, Pfarrer Uwe Haubold von der Ev.-Luth. Kirchgemeinde St. Afra Meißen, Landrat Arndt Steinbach und Meißens Oberbürgermeister Olaf Raschke sowie weiteren geladenen Ehrengästen wurde die Weinlese feierlich nach historischem Vorbild eröffnet.

Es war schon früher üblich, der Lese den kirchlichen Segen zu erteilen. Seit dem 850-jährigen sächsischen Weinbaujubiläum im Jahr 2011 stellen wir nun eine komplette historische Leseeröffnung nach, also auch mit Böllerschüssen und dem Freischießen der Ernte“, erklärt Marketingleiterin Manja Licht. Der Pfarrer Uwe Haubold gab der Weinlese seinen kirchlichen Segen, die Männer des „Meißner Schützenvereins 1460“ schossen die Ernte „auf“. Anschließend wurde die Qualität des frischen Rebensaftes von Kellermeisterin Nathalie Weich und Mostprinzessin Lilly I. (5) geprüft, um so den für die Weine des Jahres 2016 so wichtigen Oechslegrad öffentlich bekannt zu geben. „Der neue Müller-Thurgau hat mit aktuell 72 Grad Oechsle einen sehr guten Wert. Damit können wir in diesem Jahr einen Wein in bester Qualität keltern.

Genossenschaftschef Lutz Krüger blickt angesichts des guten Wertes optimistisch in die Zukunft. „Wir mussten in der Vertreterversammlung der Winzergenossenschaft in diesem Jahr erstmals einen großen Verlust beschließen. Nun schauen wir heute positiv nach vorne: Die Umsätze der Genossenschaft sind stabil und sogar besser als prognostiziert. Wir haben einen vielversprechenden Jahrgang mit sehr guter Traubenqualität und noch dazu sehr guter Traubenmenge vor uns - das stimmt uns optimistisch und füllt unseren leeren Keller wieder auf.“

In den vergangenen zwölf Jahren stellte die Winzergenossenschaft zum traditionellen Weinlesebeginn jeweils einen ihrer vielen Weinberge vor: die „Katzenstufen“ in Meißen, den „Ravensberg“ in Radebeul, den „Pillnitzer Königlichen Weinberg“, den „Minckwitzschen Weinberg“ in Radebeul, den „Ratsweinberg“ in Weinböhla, den „Domprobstberg“ im Meißner Spaargebirge, den Weinberg am „Bismarckturm“ in Cossebaude, den Weinberg „Fürstenberg“ in Meißen, den „Weinberg Lange“ in Gröbern, den „Kronenberg“ im Meißner Spaargebirge, den „Oberauer Gellertberg“ sowie im letzten Jahr den „Steinberg“ in Meißen. In diesem Jahr startete die Weinlese in der Lage „Merbitzer Bauernberge“ in Cossebaude.

Weitere Informationen: www.winzer-meissen.de

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